Wulfgar der Friese

Wulfgar der Friese

Wulfgar der Friese

Wulfgar gehört zum Stamm der Frisii. Er stammt aus einem der ödesten Teile dessen, was die Römer Germanien nennen. Das Land ist flach und sumpfig, der Boden wenig ertragreich. In diesem Land wuchs er in der Nähe eines der vielen Moore auf. Seine Familie waren einfache Torfstecher und Bauern. Sie hatten wenig Vieh und das Land gab nicht genug her, um Wulfgar und seine Geschwister zu versorgen. Er ist der zweitgeborene Sohn und hat noch zwei Schwestern, für ihn gab es nichts zu erben. Nach einer weiteren schlechten Ernte beschloss Wulfgar seiner Sippe nicht weiter zur Last fallen zu wollen.

Fahrende Händler, die zum Teil vom Rhein kamen, erzählten von den Lagern der römischen Legion. Sie erzählten auch, dass die Römer immer germanische Reiter suchten. Wulfgar hatte bisher selten auf einem Pferd gesessen, aber das könnte sich ja ändern. Bei Nacht und Nebel stahl er sich mit seinen wenigen Habseligkeiten vom Hof seiner Eltern und machte sich auf den Weg zum Rhein. Hier trat Wulfgar der Legion bei. In der Ausbildung lernte er Waffen, wie Speer, Axt, Sax und Bogen, die er bisher nur für die Arbeit und die Jagd benutzt hatte, gegen Menschen einzusetzen. Er lernte auch, wie man Spatha, Gladius und Schild benutzt.

Seine ersten Kampfeinsätze hatte er in der gleichen Turma wie der wenige Jahre ältere Hadamarus. Trotzdem ist er genauso wie dieser inzwischen über zwölf Jahre im Dienste der Römer. Er begann als leichter Reiter, hatte nicht viel mehr als die Hasta (langer Speer) und Spatha. Mit der Zeit verbesserte sich seine Ausrüstung aber.

Heute dient Wulfgar in der LEG IX COH IX CEN II. Genauso wie Hadamarus wurde er zur IX. Legion versetzt, um deren Verluste aufzufüllen. Jetzt kämpft er wieder auf seinen eigenen Beinen und nicht mehr vom Pferderücken aus, was einem großen und stabilen Mann wie Wulfgar mehr als recht ist, da er eh immer die größten und kräftigsten Pferde in der Ala brauchte, damit sie ihn tragen konnten.