Furius Valerius Viridis

Furius Valerius Viridis

Als Nachfahre eines jener Veteranen der LEG VII Paterna, die 36 v. Chr. (717 a.u.c.) die narbonensische Stadt Baeterrae samt Umland als Kolonie erhielten, und als zweiter Sohn des Lucius Valerius Avienus, eines einfachen aber ebenfalls verdienten Legionärs der LEG XIII, wurde Furius im Jahre 87 n. Chr. (840 a.u.c.) geboren.

Furius wuchs auf dem bescheidenen Hof der Gens Valeria in Sichtweite des Pons Selinus und der Via Domitia auf und wurde schon früh von Fernweh erfasst. Als deutlich wurde, dass der Hof später als Erbschaft an den erstgeborenen Bruder Marcus Valerius Avienus gehen sollte und die jüngere Schwester Camilla an einen Händler aus Tolosa verheiratet wurde, hielt ihn nichts mehr in Gallia Narbonensis; da der Vater gute Beziehungen zu seiner ehemaligen Einheit pflegte, verließ Furius mit 17 Jahren die Provinz und wurde als Kundschafter und Meldereiter der LEG XIII ab 105 n.Chr. (858 a.u.c.) im zweiten Dakerfeldzug Traians eingesetzt.

Weil diese Legion nach siegreichem Abschluss des Feldzuges dazu bestimmt wurde, das eroberte Gebiet zu sichern, Furius aber mehr von der Welt sehen wollte, bat er um Versetzung zur ebenfalls in Dakien sehr erfolgreichen LEG IX, die bald nach dem Feldzug an andere Grenzen des Reiches verlegt werden sollte.

Diese Versetzung wurde im schließlich bewilligt, so dass er ab 115 n. Chr. (868 a.u.c.) als Legionär in der LEG IX COH IX unterkam.

Über seinen dort erhaltenen Cognomen „Viridis“ (= Der Grüne) spricht er nicht gerne; seine Kameraden dafür um so lieber.